Alopezie - Haarausfall

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Der anlagebedingte Haarausfall, die sogenannte androgenetische Alopezie (AGA) ist bei Maennern (bei vielen schon recht zeitig mit Geheimratsecken beginnen) eine relativ haeufige Erscheinung. Ungefaehr 44% aller Maenner verlieren mehr als 100 Haare am Tag und leiden somit unter gesteigertem Haarausfall. Doch ebenso wie bei Maennern kommt der androgenetische Haarausfall auch bei Frauen ziemlich oft vor. So sind 40% aller Frauen von verstaerktem Haarverlust betroffen. Mit einigen schwerwiegenden Konsequenzen, denn waehrend bei Maennern der Haarausfall mehr oder weniger gesellschaftlich akzeptiert ist, gilt dies fuer Frauen ganz und gar nicht.

Fuer viele Frauen stellt der Haarverlust daher nicht nur ein aesthetisches Problem sondern vor allem eine besondere psychische Belastung dar. Meist wissen nur Betroffene, dass Haarausfall auch bei Frauen eine sehr haeufige Erscheinung ist. Im Vergleich zum Haarausfall bei Maennern gibt es einige Unterschiede die sowohl das Verteilungsmuster als auch die hormonelle Situation betreffen und somit die Behandlungsmoeglichkeiten einschraenkt. Die langsam aber unaufhaltsam fortschreitende Ausduennung betrifft das gesamte Kopfhaar. Sie beginnt haeufig am Scheitel und breitet sich auf die Seiten aus. Fuer die Betroffenen stellt dies eine persoenliche Katastrophe dar, denn schoenes volles Haar ist ein wesentlicher Bestandteil der weiblichen Attraktivitaet. Der Verlust dieser geht mit einem verminderten Selbstwertgefuehl und sozialem Rueckzug einher. Man will sich nicht mehr so gern und so haeufig in der Öffentlichkeit zeigen und versucht durch Bedeckung des Kopfes den Haarausfall zu kaschieren, was wiederum unguenstig fuer das Wachstum der noch vorhandenen Haare ist.

Die Verzweiflung der Betroffenen wird nicht selten fuer die Vermarktung von dubiosen Wundermitteln missbraucht, deren Wirksamkeit ohne jegliche wissenschaftliche Erkenntnis ist. Es gibt heutzutage jedoch viele gute Therapieansaetze, die ausreichend erprobt sind und gute Erfolge erzielt haben wobei wie immer gilt, je frueher eine androgenetische Alopezie, sei es bei der Frau oder beim Mann, erkannt und therapiert wird, desto besser sind auch die erzielten Ergebnisse.

Ab wann spricht man von Haarausfall?

Das Wort Haarausfall an sich ist zunaechst irrefuehrend, denn aufgrund der natuerlichen Wachstums- und Regenerationsprozesse verliert der Mensch taeglich eine bestimmt Anzahl an Haaren. Sechzig bis einhundert Haare pro Tag zu verlieren ist ganz normal und kein Grund zur Besorgnis. Nun wird kaum einer jedes Haar einzeln nachzaehlen, das er in seiner Buerste findet. Deshalb ist auch wichtig, ob es einen deutlichen Unterschied zwischen abgestossenen und nachwachsenden Haaren gibt und ob sich der Haarverlust eventuell auf eine bestimmte Stelle oder ein bestimmtes Areal konzentriert.

Ein zunaechst vermehrter Verlust von Haaren (Effluvium) kann nur voruebergehend bzw. reversibel (rueckgaengig) sein und kann verschiedene Ursachen haben. So verlieren z.B. Frauen nach der Geburt eines Kindes vermehrt Haare. Der Grund dafuer ist, dass waehrend der Schwangerschaft unter dem Einfluss der Östrogene verstaerktes Haarwachstum auftritt. Sinken die Östrogenspiegel im Blut dann nach der Entbindung wieder, geht auch das Haarwachstum zurueck.

Auch bei Mangelerscheinungen (vor allem Vitamine und Mineralstoffe) oder aufgrund von Krankheiten und Medikamenteneinnahme kann es zu einem verstaerkten Haarverlust kommen. Wird der Vitaminmangel ausgeglichen oder die Krankheit ueberstanden kehrt in der Regel auch das normale Haarwachstum zurueck. Bei Verlust von ca. 60% der Haare spricht man von Alopezie und beschreibt damit den Zustand der Haarlosigkeit. Hierbei unterscheidet man zum einen zwischen vernarbendem (Verlust der Haarfollikel) und nicht vernarbendem sowie umschriebenem (auf ein bestimmtes Gebiet begrenzt) oder diffusem Haarausfall. Bei diffusem Haarausfall ist der ganze Kopfbereich betroffen. In der Regel liegt keine Stoerung der Kopfhaut vor, also kein Verlust der Haarfollikel, sodass diese Form gut therapierbar und in den meisten Faellen reversibel ist.

Der umschriebene Haarausfall betrifft ein oder mehrere, meist gut abgrenzbare Hautbezirke. Die Therapie der nicht vernarbenden Form ist wesentlich leichter und effektiver als die der vernarbenden. Bei letzterer kann wenn ueberhaupt meist nur ein operativer Eingriff durch Haartransplantationen eine Besserung erzielen. Diese bezieht sich dann jedoch nur auf den augenblicklichen Zustand und aendert nichts am Fortschreiten des Haarausfalls bei bestehender Grunderkrankung oder genetischer Disposition (Veranlagung).

Ab welchem Alter tritt Haarausfall auf?

Man sagt ja: mit Vierzig ist die Garantie abgelaufen. Dann ziept es mal hier und schmerzt mal da. Die Faeltchen werden deutlicher, man fuehlt sich nicht mehr so belastbar. Gilt das auch fuer die Kopfbehaarung? Sind die Haare dann auch nicht mehr so fit und nehmen einem Stress und ungesunde Lebensweise besonders uebel?

Manch einer, der mit 25 noch lockiges Wuschelhaar traegt, hat zehn Jahre spaeter eine grosse Lichtung auf dem Haupt. Bei manch anderem bilden sich mit zwanzig Geheimratsecken , wieder ein anderer hat vielleicht sogar schon als Kind eine sehr hohe Stirn. Und dann gibt es wiederum Menschen, die bis ins Rentenalter mit voller Haarpracht gesegnet sind.

Das Haarwuchsverhalten ist genetisch festgelegt und somit laesst das aeussere Erscheinungsbild der Eltern was die Kopfbehaarung betrifft oftmals auf den Werdegang der Kinder schliessen. Da es sich jedoch um einen polygenen Erbgang handelt, das Schicksal der Haare also auf mehreren Genen (Abschnitte der Erbinformation) festgelegt ist, kann es durchaus sein, dass ein Geschwisterkind gute Gene abbekommt und bis ins Alter volles Haar traegt und ein anderes wiederum schon im jungen oder mittleren Erwachsenenalter mit zunehmendem Haarverlust konfrontiert wird.

Es liegt aber auch nicht alles in den Genen. Umwelteinfluesse, Stress, Fehlernaehrung und mangelnde oder auch uebermaessige Haarpflege sowie physikalische Einfluesse (UV-Licht, mechanische Irritationen) tun dem Haar nicht gut und tragen laengerfristig, vor allem wenn sie sich addieren, zu Schaedigungen des Haarschafts und der Haarwurzel bei.

Grundsaetzlich gilt: jeder hat seinen eigenen Kopf. Und je nachdem wie er mit diesem und dem was darauf waechst umgeht, kommt frueher oder spaeter die Stunde des Abschieds.

Formen von Haarausfall

Der physiologische Haarverlust betraegt bis zu 100 Haare pro Tag. Alles was darueber hinaus geht, wird zunaechst als Effluvium (ueber die Norm gesteigerter Haarausfall) bezeichnet. Ab einem Verlust von 60% der Kopfbehaarung spricht man dann von Alopezie. Gemeint ist ein Zustand mit einem oder mehreren haarlosen Hautbezirken, die unterschiedlich gross sind und meist typische Lokalisationen zeigen bzw. eine allgemeine Ausduennung des gesamten Haupthaares.

Man unterscheidet zwischen vernarbendem (Verlust der Haarfollikel) und nicht vernarbendem sowie umschriebenem (auf ein bestimmtes Gebiet begrenzt) oder diffusem Haarausfall. Bei diffusem Haarausfall ist der ganze Kopfbereich betroffen. In der Regel liegt keine Stoerung der Kopfhaut vor, also kein Verlust der Haarfollikel, sodass diese Form gut therapierbar und in den meisten Faellen reversibel ist.

Die haeufigste Form des umschriebenen Haarausfalls, die Alopecia areata, ist vermutlich auf entzuendliche Prozesse infolge einer Stoerung des Immunsystems zurueckzufuehren. Es kommt dabei jedoch nicht zum Verlust der Haarfollikel, sodass die kahlen Stellen problemlos wieder zuwachsen. Extremformen bilden die Alopecia totalis, bei der es zum Verlust des gesamten Kopfhaares kommt und die Alopecia universalis, bei der es zusaetzlich zum Verlust der gesamten Koerperbehaarung kommt.

Zu einem Untergang der Haarfollikel und somit einer vernarbenden Alopezie kann es aufgrund von angeborenen Hautkrankheiten, wie etwa Neurodermitis oder Verhornungsstoerungen, durch Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen, oder durch physikalische Einwirkungen wie Quetschungen, Verbrennungen oder Roentgenschaeden, kommen. Eine Therapie ist hier sehr schwierig und wenn ueberhaupt meist nur operativ durch Haartransplantationen moeglich.

Wie lange waechst ein Haar?

Rapunzel hat es zur Freiheit verholfen ? endlos langes und vor allem kraeftiges und strapazierfaehiges Haar (denn wie sonst haette ein ausgewachsener Mann daran hochklettern koennen). Doch dies ist nur ein Maerchen und die Realitaet sieht in den meisten Faellen ganz anders aus. Nur sehr wenige Menschen tragen ihr Haar bis zur Huefte und diese Laenge wird auch nur mit optimaler und gewissenhafter Pflege sowie sehr viel Geduld erreicht.

Das menschliche Haar durchlaeuft zyklische (wiederkehrende) Veraenderungen, wobei jeder Follikel, unabhaengig von den Nachbarfollikeln (asynchron), bestimmte Wachstums und Ruhephasen durchlaeuft. Diese gliedern sich in drei Phasen: Anagen (Wachstumsphase), Katagen (Übergangsphase) und Telogen (Ruhephase). Am Ende dieser drei Phasen kommt es zum natuerlichen Verlust des entsprechenden Haares und zur Bildung eines neuen Haares aus den Keimzellen des Haarfollikels. Der ueberwiegende Teil der Haare (ca. 90%) befindet sich in der Wachstumsphase. Geschwindigkeit und Dauer des Haarwachstums sind genetisch determiniert. Zudem finden sich Unterschiede in den einzelnen Kopfregionen.

Ein Haar waechst, abhaengig von Veranlagung und Jahreszeiten, durchschnittlich zwischen 0,3 und 0,5 Millimeter pro Tag. In der Übergangsphase, die etwa 2 Wochen dauert, finden bestimmte Umwandlungsvorgaenge statt, die das Haar auf die nachfolgende Ruhephase vorbereiten. Diese dauert dann zwischen 3 und 8 Monate, wobei es auch hier wieder auf die Region ankommt. Wichtig zur Feststellung ob ein vermehrter Verlust von Haaren stattfindet ist neben der Menge (bis zu 100 Haare pro Tag sind normal) auch das Verhaeltnis von Haarverlust zu Haarneubildung.

Schoene Haare sind reine Formsache

Woran liegt es nur, dass die eine den Kopf voller wilder Naturlocken traegt und das seidig glatte Haar der anderen so glaenzt? Und woran liegt es, dass krauses Haar so schwer glatt zu kriegen ist und sich Locken in glattem Haar so schnell aushaengen? Alles eine Frage von Form und Struktur des einzelnen Haares. Und die ist leider (oder manchmal auch zum Glueck) sehr eigensinnig.

Die Qualitaet der Haare haengt zum einen vom Grad der Keraminisierung, welcher die Dicke des Haarschafts bestimmt, und zum anderen vom Querschnitt ab. Dabei sind Haare mit einem runden Querschnitt glatt, waehrend ein eher ovaler Querschnitt lockiges Haar bedingt. Die Form des Haarschafts, vorallem seine Oberflaeche, und die Pigmentierung (Farbe) beeinflussen die Reflexion des Lichts und somit den Glanz der Haare.

Der Haarwurzelstatus, also in welcher Phase des Haarzyklus sich das Haar gerade befindet, wie es um die Kapazitaet des Wachstums steht und wie hoch der Anteil an Haarverlust ist, wird mit einem sogenannten Trichogramm eingeschaetzt. Hierzu werden mit einem speziellen Geraet an einer bestimmten Stelle etwa 80 bis 100 Haare durch kraeftigen Zug epiliert (entfernt) und unter dem Mikroskop untersucht. So kann man auch die Dicke des Haarschafts beurteilen und Haarschaftsanomalien (Unregelmaessigkeiten) feststellen. Die Haare koennen z.B. knotige Verdickungen , teilweise mit bruechigen Stellen, aufweisen, abgeflacht und um die Laengsachse gedreht sein oder einen regelmaessigen Wechsel von dunkleren und helleren Strecken zeigen, der in Lichtreflexion besonders deutlich wird.

Zwischen Kopf-, Bart- und Koerperhaaren koennen durchaus individuelle Farbunterschiede bestehen. Diese werden als Heterochromie bezeichnet. Davon abzugrenzen sind Veraenderungen der Haarfarbe, die auf einer erblichen Melaninsynthesestoerung beruhen, wodurch die Haare von Geburt an farblos (weiss-gelblich) sind, sowie der Farbverlust im Rahmen der physiologischen Altersvorgaenge.

Die richtige Pflege

Struktur und Quantitaet (Fuelle) der Haare sind genetisch festgelegt. Ein Zustand mit dem wir uns mehr oder weniger abfinden muessen. Das heisst jedoch nicht, dass man auf die Qualitaet und Gesundheit der Haare keinen Einfluss nehmen koennte. Man muss sich nur ab und zu etwas Zeit fuer eine ausreichende Pflege nehmen und ein paar grundlegende Dinge beachten und schon kann man dauerhaft fuer eine strahlend schoene Haarpracht sorgen.

Zu einer guten Haarpflege gehoert natuerlich regelmaessiges Waschen. In der Kopfhaut befinden sich an jeder Haarwurzel Talgdruesen, die ein oeliges Sekret absondern um die empfindliche Kopfhaut vor aeusseren Einfluessen zu schuetzen. Dieses Sekret verteilt sich im Laufe der Zeit auf den Haaransatz und von dort aus weiter ? die Haare werden fettig. Man sollte in jedem Fall uebermaessiges Haare waschen vermeiden da hierdurch die Talgproduktion angeregt wird und die Haare noch schneller schmutzig werden, man sie noch haeufiger waschen muss und so in einen Teufelskreis geraet.

Sollten die Haare mal nicht ganz so frisch aussehen, kann man mit einer Hochsteckfrisur trotzdem noch sorglos unter Leute gehen. Diese sollte jedoch nicht zu fest sitzen und auch nicht zu haeufig getragen werden, denn dauernde Zugkraefte belasten die Haarwurzel. Beim Toupieren sollte man darauf achten, die Haare abends immer sorgfaeltig glatt zu buersten und sie mit geeigneten Pflegekuren geschmeidig zu halten, da sonst durch die Scherkraefte, die der Kamm auf das Haar ausuebt, Spliss entstehen kann.

Regelmaessiges Buersten, am besten mit einer Buerste mit Natur- oder Holzborsten, laesst die Haare glaenzen und sorgt fuer eine gute Durchblutung der Kopfhaut. Die Wahl des richtigen Shampoos ist bei der Fuelle der Produkte nicht immer leicht. Grundsaetzlich unterscheidet man normales Haar (ausgewogene Talgproduktion) von trockenem oder schnell fettendem Haar. Beim Mischhaar neigen die Haaransaetze dazu schnell fettig zu werden, waehrend die Spitzen trocken sind.

Verwenden Sie gerade fuer haeufiges Haare waschen immer ein mildes Shampoo. Bei der Anwendung des Shampoos achten Sie darauf nicht zuviel zu nehmen. Verteilen sie es gleichmaessig im Haar und massieren sie es sanft ein. Zu starkes Schrubben fuehrt ueber Mikrotraumen zu Irritationen der Kopfhaut. Achten sie auch darauf, die Haare sorgfaeltig auszuspuelen und verwenden sie ab und zu ruhig eine Pflegekur. Sie werden es viel leichter haben beim Kaemmen und Stylen.

Das richtige Styling

Bei Ihnen zu Hause im Bad muessen sich nicht unbedingt komplette Pflegeserien aus dem Frisoerfachhandel stapeln. Auch eine Ausstattung mit Lockenstaeben, Rundbuersten und Glaetteisen, womit sonst nur Udo Walz aufwarten kann, ist nicht das Allerwichtigste. Schoene Haare brauchen vor allem eins: viel Geduld. Hinzu kommen die richtige Wahl und ein massvoller Umgang in Bezug auf Stylingprodukte sowie einige Tipps was Ernaehrung und Genussmittel angeht und schon koennen Sie Ihr Haar laengerfristig schonen und trotzdem was aus sich machen.
Viele Produkte, wie Stylingschaum, Haarkuren oder Hairenergizer koennen oder muessen Sie sogar im feuchten Haar anwenden. Das heisst aber, dass die Haare vorher gut frottiert, sozusagen handtuchtrocken sind. Rubbeln sie aber nicht zu sehr, damit wird das Haar nur rau und filzig und laesst sich schwerer kaemmen.

Andere Produkte wiederum, z.B. Haarspray oder Haarwachs, sollten nur auf trockenes Haar angewendet werden. Gehen Sie auch nie mit nassen Haaren nach draussen, Sie riskieren sonst ernsthaft krank zu werden, denn ueber den Kopf gibt der Mensch ohnehin schon die meiste Waerme ab. Wenn nun auch noch das nasse Haar dem Koerper Waerme entzieht, kann man leicht unterkuehlen. Nehmen Sie sich daher Zeit Ihr Haar gut zu foenen, und zwar moeglichst schonend also eher mit geringerer Temperatur.

Zu hohe Temperaturen schaedigen auf Dauer die Haarstruktur. Seien Sie auch vorsichtig beim Ungang mit Plaett- oder Kreppeisen. Ein spezielles Spray schuetzt die Haare bei starker Hitzeeinwirkung. Wenn Sie gern Ihre Haarfarbe aendern moechten, tun Sie dies am bestem immer beim Frisoer. Neben einer guten Farb- und Typberatung ist eine korrekte Anwendung von hochwertigen Produkten gewaehrleistet. Die Inhaltsstoffe der verschiedenen Faerbemittel wie z.B. Ammoniak oder Wasserstoffperoxid sind naemlich hoch giftig und koennen das Haar und die Kopfhaut schaedigen. Besonders Menschen, die zur Ausbildung von Allergien leiden, sollten genau auf die Inhaltsstoffe der Faerbemittel achten, denn es kann zu allergischen Reaktionen mit Anschwellen der Gesichtshaut und in schweren Faellen Atemnot und Blutdruckabfall kommen.

Das Haar kann jedoch nicht nur von aussen geschaedigt bzw. gepflegt werden sondern auch von innen. Rauchen z.B. tut wie so vielem in Ihrem Koerper auch Ihren Haaren nicht gut. Beim Nikotinkonsum werden freie Radikale gebildet (hochreaktive Sauerstoffverbindungen, die Gewebe zerstoeren), deren Wirkung das Haar duenner und glanzlos werden laesst. Hingegen ist eine ausgewogene, vitaminreiche Ernaehrung (Besonders Vitamin B6, B12 und Folsaeure, am Aufbau koerpereigener Strukturen beteiligt) auch fuers Haar etwas sehr Gutes.

Schonen Sie die Kopfhaut

Schon die Indianer im Wilden Westen hatten es auf sie abgesehen ? die Kopfhaut. Besiegte Feinde wurden skalpiert und damit gedemuetigt und stigmatisiert (gebrandmarkt). Der Skalp war eine Kriegsbeute, eine Art Trophaee. Die Haut im Allgemeinen ist unser groesstes Sinnesorgan und schuetzt den Organismus vor chemischen und physikalischen Einfluessen von aussen. Sie ist ausserdem an der Temperaturregulierung und der Synthese von Stoffwechselprodukten beteiligt.

Nicht zuletzt traegt sie auch zur Kommunikation mit der Umwelt bei (gewollt oder ungewollt). Die Kopfhaut bietet einige Besonderheiten und sollte deshalb auch besonders gepflegt werden.
Anatomisch gesehen besteht das Skalp aus einer duennen Sehnenplatte und einer noch duenneren Hautschicht mit darunter liegendem Unterhautgewebe. Die Haut besitzt Haare und Talgdruesen sowie unzaehlige feine Rezeptoren fuer Beruehrungs- und Temperaturempfinden. Die Haare sind zudem an der Wurzel mit kleinen Muskeln versehen, die bei entsprechendem Reiz fuer ein Aufrichten sorgen, so koennen einem die Haare zu Berge stehen.

Stoerungen im natuerlichen Gleichgewicht der Haut wie etwa uebermaessige Reizung oder Verkuerzung der Regenerationszyklen koennen zu Problemen mit der Kopfhaut fuehren, die sich durch Juckreiz, uebermaessige Schuppung, sichtbare Roetung und Spannungsgefuehl aeussern koennen. Äussere Einfluesse koennen physikalischer (Waerme, Kaelte, Zugkraefte, manuelle Schaedigung) oder chemischer Natur sein (Faerbemittel, Pflegeprodukte). Auch Stress, Stoerungen im Hormonhaushalt und falsche Ernaehrung schlagen sich auf die Kopfhaut nieder. Man unterscheidet empfindliche Kopfhaut, die besonders anfaellig fuer aeussere Reize ist, von fettiger Kopfhaut, die durch eine uebermaessige Talgproduktion gekennzeichnet ist.

Ein weiteres Problem, das mit einer Schaedigung der Kopfhaut zusammenhaengt, ist das Vermehrte Auftreten von Schuppen, in vielen Faellen von Juckreiz begleitet. Etwa 15 ? 20% der Bevoelkerung sind regelmaessig betroffen, darunter mehr Maenner als Frauen. Der makroskopisch sichtbare Schuppenbefall gilt als sehr belastend und ist nicht unbedingt gesellschaftsfaehig. Die Haut besteht aus mehreren Schichten. Eine Hautzelle wird in der untersten Schicht gebildet und durchquert nach und nach alle anderen Schichten bis sie an der Oberflaeche angelangt schliesslich verhornt und abgeschilfert wird. Dieser Prozess dauert normalerweise ca. 28 Tage.

Wenn aufgrund von Entzuendungen der Prozess der Zellerneuerung beschleunigt wird, werden vermehrt Hornzellen produziert und diese schneller abgestossen. Es entsteht das typische Bild der Schuppen. Haeufig liegt den entzuendlichen Prozessen eine vermehrte Besiedelung der Kopfhaut mit normalerweise harmlosen Hefepilzen zugrunde. Mit antiseptischen und antientzuendlichen Haartinkturen und einem guten Anti-Schuppen-Shampoo laesst sich das Problem in der Regel gut beseitigen, ist aber leider haeufig wiederkehrend. Man sollte daher im Allgemeinen zuviel Stress und Hektik vermeiden, ausreichend frische Luft an Haar lassen und die Haare gut pflegen.

Grauzone ? Haarfarbe im Wandel

Fuer die einen ist es ein Zeichen von Reife und Wuerde, bei manchen Maennern ist es sogar sehr sexy. Fuer die anderen jedoch, und das betrifft den Grossteil der Bevoelkerung, ist das Ergrauen der Haare eines der deutlichsten Zeichen fuers Älterwerden und fuer den Verlust der Jugendlichkeit und Schoenheit.

Das mag wohl daran liegen, dass die Haare nur selten wirklich einen Silberglanz haben, sondern vielmehr einen stoerenden Gelbstich und so nach und nach eingestreut in die noch Farbe tragenden Haare ein eher unruhiges Bild abgeben. Fuer die Haarfarbe sind vor allem Pigmente (koerpereigene Farbstoffe), die in den Haarschaft eingelagert werden, verantwortlich. Moduliert wird die Optik durch Lichtreflexion und absorption, die von Dicke, Form und Ultrastruktur der Haare abhaengig sind. Im Rahmen des physiologischen Alterungsprozesses des Menschen lassen die pigmentbildenden Zellen langsam in ihrer Funktion nach. Dadurch kommt es zu einem zunehmenden Pigmentverlust des Haarschaftes, der am Ansatz beginnt und sich durch das Wachstum der Haare immer weiter ausbreitet. Wenn das Haar kein Pigment mehr enthaelt, ist es nicht grau, sondern aufgrund der Eigenfarbe des Haarkeratins in Kombination mit der Lichtreflexion weiss. Grau wirkt das Haar dadurch, dass gleichzeitig noch pigmentierte und bereits depigmentierte Haare vorhanden sind.

Anfang bis Mitte Dreissig beginnt in unserer Bevoelkerung normalerweise das Ergrauen der Haare. Es ist genetisch festgelegt und tritt z.B. bei der schwarzen Bevoelkerung spaeter auf. Beim Farbverlust der Haare vor dem 20. Lebensjahr spricht man von fruehzeitigem Ergrauen. Ursache hierfuer koennen Autoimmunkrankheiten, Mangelerscheinungen (Eisen, Vitamin A, Vitamin B12) oder andere meist seltene Erkrankungen sein sein. Daher ist es ratsam, bei vorzeitigem Ergrauen einen Arzt zu konsultieren.

Haarwuchsmittel

Was das Haarwachstum angeht, so ist es wie mit allem – Wunder vollbringen kann keiner. Man kann jedoch versuchen mittels innerlicher oder aeusserlicher Anwendung von Medikamenten bzw. chemischen Substanzen das Haarwachstum zu foerdern und somit eine Alopezie (sofern sie nicht vernarbend ist) relativ wirksam zu therapieren. Hierfuer stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfuegung, wobei Maenner und Frauen unbedingt getrennt betrachtet werden muessen, vor allem was die Indikation (Eignung) und die Dosierung betrifft.

Schon laenger bekannt ist, dass der in der Therapie des Bluthochdrucks eingesetzte Kalium-Kanalblocker Minoxidil zu verstaerktem Haarwachstum (Hypertrichose) fuehrt. Diese eigentlich als Nebenwirkung bezeichnete Eigenschaft des Medikaments machte man sich in der Therapie des Haarausfalls zunutze, sodass seit Ende 2004 das Medikament Regaine® mit dem Wirkstoff Minoxidil erhaeltlich ist. Es handelt sich um eine Fluessigkeit, die auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird. Da die Kopfhaut nur wenige Millimeter dick ist, dringt die Substanz problemlos ein und kann lokal (oertlich) ihre Wirkung entfalten ohne Beeinflussung des Kreislaufsystems.

Ebenfalls seit laengerem bekannt und auch entsprechend genutzt ist die Wirkung der verschiedenen Sexualhormone des Menschen. Waehrend Östrogene das Haarwachstum foerdern, haben Androgene, wie Testosteron, eher eine negative Wirkung. Frauen koennen daher sehr gut mit Antiandrogenen (Gegenspieler von Testosteron) therapiert werden, waehrend dies bei Maennern schwierig ist, durch die Gefahr eine Feminisierung (Verweiblichung). Weiterhin kann durch Beeinflussung des Testosteronstoffwechsels, genauer gesagt seiner Umwandlung in ein weiteres Hormon, der negative Einfluss auf das Haarwachstum geschwaecht werden. Diese Praeparate werden aeusserlich angewendet. Substanzen wie Zink und Vitamin B6 sollen hierzu ebenfalls in der Lage sein.

Gegen entzuendliche Veraenderungen der Kopfhaut werden meist cortisonhaltige und somit entzuendungshemmende Medikamente verwendet. Bei der Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) hat sich die Reizung der betroffenen Stellen mit der Ausbildung einer Kontaktallergie als wirksam erwiesen.

Haartransplantation ? Methoden und Preise

Fuer Menschen mit irreversiblem Haarausfall, bei denen es durch entzuendliche Prozesse, Traumen oder ganz einfach genetisch bedingt zu einem Untergang der Haarfollikel kommt, sodass ein Nachwachsen nicht mehr moeglich ist, bieten die kahlen Stellen oft eine grosse psychische Belastung. Die Haartransplantation, also die aesthetische Umverteilung von Haaren eines hormon- unempfindlichen Gebietes auf kahle Stellen, bietet eine geschickte und bei korrekter und gewissenhafter Durchfuehrung von erfahrenen Spezialisten eine wirkungsvolle und dauerhafte Loesung mit einem ueberschaubaren Risiko.

Die Haartransplantation erfolgt in der Regel durch eine Verpflanzung von Eigenhaar. Dabei macht man sich den Umstand zunutze, dass bestimmte Regionen mit Haarfollikeln ausgestattet sind, die nicht auf den Haarausfall foerdernden Einfluss maennlicher Geschlechtshormone (Testosteron) reagieren. Aus diesen Regionen werden mit verschiedenen Techniken Haarfollikel entnommen und in kahle Stellen verpflanzt. Von dem Einsatz kuenstlicher Haare ist eher abzuraten, da es sich um Fremdkoerper handelt und das Risiko von entzuendlichen Abstossungsreaktionen sehr hoch ist.

Es gibt drei gaengige Haarverpflanzungsmethoden. Beim Einsetzen sogenannter Mini- und Mikrografts wird aus dem Haarkranz ein Hautstreifen entnommen der dann in kleine und kleinste Hautteile mit Haarwurzeln zergliedert. Man kann den Hautstreifen auch unter Zuhilfenahme eines hochaufloesenden Mikroskops in follikulare Einheiten (FU) teilen. Diese entsprechen den natuerlichen Buendelungen des Haares. Anstelle eines Hautstreifens koennen auch mit einer Hohlnadel die follikulaeren Einheiten direkt aus dem Haarkranz entnommen werden. Bei dieser Methode kann man dann sogar Koerperhaare transplantieren. Die Haartransplantation erfolgt in der Regel unter oertlicher Betaeubung, kann also in vielen Faellen ambulant durchgefuehrt werden. Gegebenenfalls wird zusaetzlich ein Beruhigungsmittel gegeben, welches Sie in einen Daemmerschlaf versetzt. Sie sollten sich am Abend vor der Behandlung die Haare waschen und danach keine Stylingprodukte wie Haargel oder Spray verwenden. Ausserdem sollten Sie ausgeruht sein und sich in einem guten Allgemeinzustand befinden.

Zwei Tage vor der Operation sollten sie keine Schmerzmittel, die die Blutgerinnung beeinflussen (z.B. Aspirin) mehr einnehmen und auch moeglichst auf uebermaessigen Alkohol- und Kaffeekonsum verzichten. Unter Umstaenden muessen blutgerinnungshemmende Medikamente abgesetzt bzw. durch ein anderes Medikament ersetzt werden. Darueber entscheidet jedoch ihr behandelnder Arzt. Wichtig ist weiterhin, dass sie am Tag vor der Behandlung, waehrenddessen und moeglichst auch danach nicht rauchen, da das Rauchen die Wundheilung beeintraechtigt und die Gefahr besteht, dass die Transplantate wegen Wundheilungstoerungen nicht anwachsen.

Die Kosten einer Haartransplantation sind vor allem abhaengig vom Grad der Alopezie, d.h. von der Menge der zu transplantierenden follikulaeren Einheiten. Die Preise in Deutschland beginnen bei knapp 6 Euro pro follikulaerer Einheit. Lassen Sie sich in jedem Fall gut und ausfuehrlich beraten und wenden Sie sich an erfahrene Spezialisten. Was im ersten Moment vielleicht guenstiger erscheint, koennte unter Umstaenden im Nachhinein durch aufwendige Korrekturen schnell sehr teuer werden. Von den zusaetzlichen Strapazen ganz abgesehen.

Haartransplantation – Chancen und Risiken

Waehrend bei Maennern die Glatze mehr oder weniger gesellschaftlich akzeptiert ist, leiden besonders Frauen unter diesem kosmetischen Problem. Wenn man sich nun dazu entschliesst durch einen operativen Eingriff wieder mehr Lebensqualitaet zu erlangen, ist man natuerlich in erster Linie besorgt um die Risiken, die dabei entstehen koennten und moechte wissen, ob sich der Aufwand ueberhaupt lohnt, d.h. ob man mit einem zufriedenstellenden Ergebnis rechnen kann. Dazu sei gesagt, dass die Haartransplantation, sofern sie von erfahrenen Spezialisten durchgefuehrt wird, an sich sehr gute Erfolgsaussichten hat.

Da die Transplantate aus koerpereigenem Gewebe bestehen, werden sie zu 95% angenommen ohne dass es zu einer Abstossungsreaktion kommt und es entsteht erneut natuerliches Haarwachstum. In seltenen Faellen koennen Transplantate auch nicht anwachsen, was zum grossen Teil mit der Wundheilung zusammenhaengt und somit durch korrektes Verhalten nach der Behandlung beeinflusste werden kann. Hierbei sollten Sie darauf achten Bewegungen zu vermeiden, die zuviel Zug oder Spannung auf die Wundraender ausueben, das betrifft vor allem schwere koerperliche Arbeit und sportliche Aktivitaeten.

Auch Saunabesuche und intensive Sonnenbestrahlung der betroffenen Stellen sollten Sie in den ersten Wochen vermeiden. Das Tragen einer leichten Kopfbedeckung bietet dem frischen OP-Gebiet einen gewissen Schutz. Nach ungefaehr zwei Wochen koennen Sie in der Regel wieder zum Frisoer gehen, mit Faerben und Dauerwellen sollten Sie jedoch mindestens ein bis anderthalb Monate warten.

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