Vor etwa 20 Jahren korrigierte der kalifornische Augenarzt Alan B. Scott erstmals schielende Augen durch eine Botox-Injektion in die Augenmuskeln. Nach diesem Erfolg begann der Vormarsch des Toxins: Die Injektion minimaler Dosen in ausgewählte Muskeln erwies sich auch bei zitternden Lidern, Schiefhals und vielen anderen Indikationen als wirksam. Scotts kanadische Kollegin Jean Carruthers behandelte – ebenfalls mit geringen Botox-Dosen – zittrige Lider. Dabei stellte sie fest, dass dort, wo sie das Muskelzittern beseitigt hatte, auch gleich die Falten verschwanden. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schönheitschirurgen Alastaire Carruthers, veröffentlichte sie daraufhin 1995 die erste wissenschaftliche Arbeit zur kosmetischen Anwendung.


