Eine Behandlungsmöglichkeit der Hyperhidrosis (übermäßige Schweißproduktion) bietet die Unterspritzung der betroffenen Region mit Botox. Der Begriff leitet sich vom Botulinumtoxin ab, einem Nervengift, dass die Reizweiterleitung stört und so die Schweißbildung unterdrückt. Die Behandlung mit Botulinumtoxin hilft allerdings nur zeitweilig. Ein Nachlassen der Wirkung tritt nach etwa 6 bis 12 Monaten ein. Deshalb muss diese Methode in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
Das Botulinumtoxin – Botox wird an mehreren Stellen in die Haut der betroffenen Stellen (Achselhöhlen, Hände oder Füße) eingespritzt. Das Einbringen der erforderlichen Injektionsnadel verursacht einen leichten Schmerz, ähnlich wie bei einem Mückenstich. Bis sich die Blockade der Nervenimpulse zu den Schweißdrüsen vollständig ausgebreitet hat, vergehen ca. 2 bis 3 Tage. Die Wirkung hält für etwa 3 bis 6 Monate, selten bis zu 12 Monate, an. Die Schweißbildung wird durch das Botulinumtoxin fast vollständig unterdrückt. Sobald die Wirkung aufhört, ist wieder mit der ursprünglichen Schweißbildung zu rechnen. Diese Methode eignet sich besonders für Patienten, die vorallem in den Sommermonaten verstärkt schwitzen. Unter Umständen wird das zu behandelnde Gebiet vor dem Einspritzen von Botox mit einer speziellen Creme oder mit Lokalanästhesie (hand- bzw. Fußblock) betäubt. Die Behandlung mit Botulinumtoxin (Botox,Dysport) kann nach heutigem Kenntnisstand mehrfach wiederholt werden, ohne Langzeitschäden zu verursachen. In seltenen Fällen kann es jedoch nach mehrfacher Gabe zu einer Abwehrreaktion des Körpers kommen. In diesem Fall werden Antikörper gegen das Botulinumtoxin gebildet, die es neutralisieren und dadurch wirkungslos machen.















