Ultraschall Lipolyse

Zu den unterschiedlichen alternativen Methoden zur Entfernung von Fett  wie die Injektionslipolyse (Fett-Weg_Spritze), gehört  die Ultraschall-Lipolyse. Diese Methode verdient eine besondere Würdigung, da sie nicht invasiv ist, d.h. um eine Ultraschall-Lipolyse durchzuführen muss kein chirurgischer Eingriff erfolgen. Die Ultraschall Lipolyse wird mit verschiedenen Geräten oder Systemen angeboten: ProSlimelt®, medcontour®,  bodyslim®, UltraShape®, Ultracontour®.. allen gemeinsam sind die Effekte niederfrequenter Ultraschallwellen:

Depolimerisierung bzw. Molekülverlagerung der Triglyceride sowie Erhöhung ihres Fließvermögens.
*     Lipolyse bzw. Ausstoß von Fettsäuren aus den Adipozyten auf Grund stabiler Kavitationen und einer Zunahme der Adipozytenpermeabilität.
*     Fettzelllyse (Auflösung der Adipozyten)
*     Defibrose durch antifibrotische mechanische Wirkung auf das Gewebe in der Hypodermis

Was bedeutet Kavitation?

In einem nicht fließenden System kann der Umgebungsdruck variiert werden indem Schallwellen durch eine Flüssigkeit geschickt werden. Die Ultraschall – Schallwellen werden zusammengesetzt aus abwechselnden Verdichtungen (Kompressionen) und Verdünnungen (Expansionen). Während des Verdünnungszyklus (Niederdruck) entstehen eine Menge mikroskopischer Bläschen und während des Verdichtungszyklus (Hochdruck) unterzieht sich jedes Bläschen einem Kollaps oder einer Implosion.

Lipolyse bedeutet soviel wie Fettauflösung, während der zweite Bestandteil des Wortes darauf hindeutet, mit welcher Technik diese Fettauflösung provoziert wird. Ultraschall bietet eine gute Möglichkeit, Fettzellen zu zerstören, ohne dass der Patient in Narkose versetzt wird oder gar Schmerzen erleiden muss. Gerade die Tatsache, dass eine Narkose nicht notwendig ist, wirkt sich vorteilhaft auf die Risikobewertung dieser Methode aus.

Die Ultraschall-Lipolyse eignet sich nicht nur für die Fettreduzierung, sondern auch zur Minderung von Cellulite. Durch die Eliminierung von Fett- aber auch von Wasserdepots in der Haut wirkt die Haut geglättet.

Mit einer Ultraschall-Lipolyse hat der Patient zudem gute Chancen, eine nachhaltige Lösung seines Problems zu erreichen. Die alten Fettzellen werden auf eine Art und Weise zerstört, die schonend für den gesamten Organismus ist. Der Abtransport des Fettes erfolgt dabei auf natürlichem Wege über die Lymphbahnen. Einmal zerstört und abtransportiert existieren an dieser Stelle auch später keine Fettzellen mehr.

Die Ultraschall Lipolyse ist dort ein echte Alternative zur Fettabsaugung, wo kleine lokale Fettpolster reduziert werde sollen. Bei größeren Fettpolstern, oder großen Regionen ist die Ultraschall Lipolyse nicht geeignet.

Wie läuft eine Ultraschall-Lipolyse ab?

Jede Behandlung beginnt mit einem Vorgespräch, das zwischen Arzt und Patient stattfindet. Ziel des Gesprächs ist es in der Regel, das gewünschte Ergebnis zu definieren und Risiken und Kontraindikationen abzuklären. Die Behandlungszonen markiert der Arzt im Verlauf des Gesprächs mit einem Filzstift; in der Regel wird davon auch ein Foto gemacht, um den Unterschied zwischen dem Zuvor und dem Danach dokumentieren zu können.

Die Behandlung an sich beginnt mit dem Auftragen eines Kontaktgels. Manche Ärzte setzen vor dem Einsatz des Ultraschall-Lipolyse-Gerätes auf den Einsatz eines Multifrequenzbandes, das das Gewebe erwärmt und lockert. Im nächsten Schritt kommt das eigentliche Gerät zum Einsatz: Sanfte Energieimpulse werden mithilfe des Ultraschalls ins Gewebe geleitet, wobei sich Druck- und Stoßwellen überlagern. Die so entstehende Energie lässt die Fettzellen zerbersten, das Fett verteilt sich in das umliegende Gewebe. Die freigesetzten Fette verbinden sich mit der Gewebeflüssigkeit zu einer Emulsion ähnlich wie Milch, die leicht und auf natürliche Weise über das Lymphsystem abtransportiert werden kann. Unterstützt werden kann der Abtransport durch eine manuelle Lymphdrainage. Die Zellreste fallen den körpereigenen Fresszellen zum Opfer. Bereits nach der ersten Anwendung erscheint die Haut glatter und der Umfang ein wenig reduziert.

Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Geräte, die für die Ultraschall-Lipolyse entwickelt wurden. Mit ihnen wird über die zu behandelnde Stelle in kreisenden sanften Bewegungen gefahren. Alle übrigen Körperpartien, die nicht behandelt werden sollen, werden bei dieser Prozedur mit Tüchern abgedeckt. Die Behandlung muss mehrfach wiederholt werden, damit das gewünschte Ergebnis erzielt werden kann. In der Regel bedeutet dieses, dass sich die Patienten für drei bis zehn Sitzungen Zeit nehmen müssen. Die Dauer einer einzelnen Behandlung variiert dabei je nachdem, wie groß die zu behandelnde Stelle ist. Bei kleineren Stellen kann mit einer halben Stunde gerechnet werden. Ist die betreffende Körperpartie jedoch größer, kann die Behandlung aber auch bis zu zwei Stunden dauern. Zwischen den einzelnen Sitzungen sollten eine bis zwei Wochen vergehen.

Risiken der Ultraschall Lipolyse

Die Risiken, mit denen man bei dieser Methode rechnen muss, sind in erster Linie diejenigen, die der Ultraschall aufweist. So könnten generell Gewebeschädigungen auftreten und auch die Wärmeentwicklung kann bei nicht ausreichender Kühlung problematisch sein. Die Gerätehersteller sind sich dieser Risiken bewusst, so dass bei einer sachgerechten Anwendung diese Folgen in der Regel nicht auftreten können. Darüber hinaus muss man sich bewusst sein, dass der menschliche Körper Fette u.ä. nur bis zu einem gewissen Grad abtransportieren kann. Erfolgt kein Abtransport, lagern sich die Fette beispielsweise in Gewebehohlräumen wieder an und können dort auch Ölzysten bilden, die zwar harmlos, aber im ungünstigsten Fall als Knoten sichtbar sind.

Darüber hinaus sollte diese Methode nicht bei schwangeren Frauen angewendet werden, da deren Bindegewebe im Zuge der Schwangerschaft naturgemäß eine gewisse Dehnfähigkeit aufweisen und in der Lage sein muss, beispielsweise Fette einzulagern. Auch bei manchen Erkrankungen wie etwa Lebererkrankungen, Blutgerinnungsstörungen, Epilepsie oder bei erhöhten Blutfettwerten ist auf eine Behandlung zu verzichten. Der behandelnde Arzt wird Sie des Weiteren über alle Risiken und Kontraindikationen aufklären.

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